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Das Leben ist ein Labyrinth...

Das mit dem Leben ist so eine Sache. Es nimmt immer den längsten Umweg, und wenn sich dann so ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer bei Dir breit macht,  genau in diesem Augenblick, streckt es Dir schön vor der Nase den Mittelfinger, damit es Dir ja bewusst wird  "Nöö, Du hast nichts unter der Kontrolle, Du irrst erstmal schön in meinem Labyrinth". Hat man "Glück" findet man schnell den richtigen Weg, ansonsten braucht es wohl viele Versuche... Aber sind Versuche und Irrungen eigentlich nicht interessanter? Immerhin fällt man öfters auf die Nase, bringt die lieben Verwandten in Rage oder im bestem Fall zur Gleichgültigkeit. Wie auch immer, dachte ich mir, so mit meinen 45, es wäre vielleicht auch nicht schlecht diesem Labyrinth vielleicht ein Loch in die Labyrinthhecke zu schneiden, um einen kleineren Vorsprung zu haben. 

 

Meine Schere war eigentlich nur eine glückliche Verkettung von Ereignissen der letzen Monate. Aber erstmals vom Anfang an:

 

Im Oktober 2019 lag auf meinem Tisch eine Broschüre "Kunsttherapie - Malen mit Demenzkranken". Mein damaliger Arbeitgeber hat mich zu dieser Fortbildung angemeldet und ich war froh mal der Verwaltung einen Tag Rücken gekehrt zu haben. Dann ging eigentlich das Theater los.

 

"War es nicht mal Dein Traum Kunst zu studieren?" "Ja aber Du bist zu alt. Das kannst Du nicht wegmakeupen! Du Granny!" "Aber ist es nicht genau das Richtige? Kunst kombiniert mit Empathie, Menschenliebe und Interesse an ihnen hast Du ja auch?" Ich habe wirklich nächtelang nicht ein Auge zumachen können, hoffte diese Stimmen ausschalten zu können... Es blieb mir nichts anderes übrig als mit meinen Kids, meiner Schwester  darüber zu reden. Ich hoffte eigentlich insgeheim, dass sie mir die abstrakte Idee ausreden werden, aber dies war nicht so. Alle waren sich einig "Das bist Du, mach es unbedingt!"

 

Das Blöde an Reden mit anderen ist, sagsch A musch auch B sagen! Also habe ich richtig recherchiert und bin auf die Alanus Hochschule in Bonn gestoßen. Also ab durch die Hecke, oder besser gesagt ich setzte mich ins Auto und bin nach Bonn zum Infotag gefahren.  Und siehe da, ich war nicht die Älteste... Meine Hoffnung war insgeheim eigentlich, dass es mir nicht gefällt. Aber es gefiel mir! Und wie!!! Alle diese negative Hoffnungen waren nichts anderes als Angst! Angst zu alt zu sein, Angst wie soll ich es als Alleinerziehende mit zwei Jobs schaffen, Angst ob ich gut genug bin... Angst frisst Seelen, und meine bekommst Du nicht sagte ich zu mir selbst! Ich glaube der erste Schritt ist immer sehr schwierig und mit Ängsten aller Art verbunden.

 

Was danach folgte: Corona - in Kurzfassung - Büro ab April - Nails Mitte Mai! Bevor mir die Decke auf den Kopf viel habe ich diese Zeit genutzt meine Kunstmappe und die Bewerbung für das Kunsttherapie-Studium fertig zu machen.

 

Was dann geschah? Seid nicht so neugierig... Bis zum nächsten Mal. 

 

Gruß & Kuss Petit Mirri

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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